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  • An- und Zugehörige | Eierstockkrebs / Ovarialkarzinom

Für An- und Zugehörige


Liebe An- und Zugehörige...auch Sie sind auf eine ganz besondere Weise von der Erkrankung ESK  und gyn. Krebs betroffen und emotional sicherlich sehr angespannt und verständlicherweise geschockt!

Deshalb bieten wir auch Ihnen eine OvarSH Selbsthilfegruppe für An- und Zugehörige an, die Sie fachlich rund um ESK informiert und Ihnen zudem helfen soll, diese schwierige Situation auch für sich selbst gut zu meistern!

Die OvarSH-Gruppe Angehörige wird geleitet von einem betroffenen Ehemann, der sich hochengagiert - für Ihre Sorgen und Ängste, sowie zu den Wissenslücken rund um ESK von Partnern, Gatten, Freundinnen, Schwestern; Töchtern etc....einsetzt.

Bitte kontaktieren Sie gerne Herrn Ludwig Keil, der Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung steht.... Alle weiteren Informationen, Kontaktemail und Tel.Nr finden Sie in unserer Infothek.

Was können Sie eigentlich tun?


Ständig lesen und hören wir von Menschen, die traurig sind, weil ein naher Bekannter oder Verwandter an Krebs schwer erkrankt ist oder verstorben ist.

Jemanden, den man kennt, mit dieser Krankheit zu begleiten oder gar an diese Krankheit zu verlieren, löst zurecht die tiefsten und verschiedensten Emotionen bei einem selbst hervor.

Was der Erkrankte jetzt auch braucht ist Ihre Ansprache, Lob und Zuversicht der Dinge, sowie Alltagsdinge, die Sie einfach erzählen und den anderen "mitdenken" lassen..

Leider richtet sich der Fokus, bei einer Krebsdiagnose eines Angehörigen, häufig sehr stark auch auf die eigene Angst - vor dem eigenen Tod.

Krebserkrankte Menschen sind leider inzwischen überall. Gleich nebenan. In der Familie. In der Schule. Im Büro. Im Sportverein. Im Stockwerk obendrüber.

Krebs macht keinen Halt vor Alter und Bildung, keinen Halt vor einem Beruf oder dem, was man im Leben selbst noch so alles vorhat. Obwohl Krebs bedauerlicherweise überall ist, wird er leider immer mehr und sehr viel - und oft auch bewusst, von Menschen ausgeblendet und auch immer wieder weggeschoben, weil sie nichts anderes gelernt haben oder soziale Medien es einem auch leicht machen.

Und immer wieder hören wir als Verein und Selbstbetroffenen und von Betroffenen, dass sich Freundinnen und Freunde, aber auch Gatten nach der Diagnosestellung, in sich und auch äußerlich, zurückgezogen haben. Dass die bisherige Kommunikation in ein tiefes Schweigen mündet – weil viele glauben, nicht die richtigen Worte finden zu können und sich auf einen Schlag alles verändert hat.

Der ganze Freundschafts- und Beziehungsapparat wird durch die Folgen einer schweren Erkrankung erschüttert. Es herrscht häufig eine sehr große Sprachlosigkeit und Unsicherheit, sowie große Angst, auch bei Ehepartnern, den Verwandten, Angehörigen und gerade auch Freunden.

Doch Sie können etwas tun..

Umgang mit krebserkrankten Menschen :


Laufen Sie nicht weg, wenn jemand direkt oder in Ihrem Freundeskreis erkrankt. Ziehen Sie sich nicht zurück sondern nehmen Sie den erkrankten mit! Arbeiten Sie an sich und sprechen Sie mit Ihren eigenen Vertrauten und/oder mit dem Erkrankten über Ihre Befürchtungen/Grenzen und Ängste aber auch über Alltagsdinge und Dinge über die Sie nachdenken..

Bleiben Sie an der Seite der Erkrankten. Sie müssen auch eigentlich gar nicht viel sagen. Manchmal reicht ein „In-den-Arm-nehmen“, ein Händedruck, ein Ohr. Ein Beieinander-liegen. Eine Blume. Eine Geschichte, Ablenkung..

Sagen Sie nicht: „Ruf mich an, wenn du was brauchst“, sondern melden Sie sich regelmäßig und verlässlich von selbst. Halten Sie einfach kontinuierlichen Kontakt, auf welchem Weg auch immer, auch wenn es nur kleine, aber persönliche und lieb gemeinte kurze Textnachrichten sind, Anrufe und Gespräch sind besser, oder ein Topf gekochte Suppe vor der Tür.

Äußern Sie auch kein Mitleid. Wer will schon bemitleidet werden? Das macht klein. Zeigen Sie stattdessen Mitgefühl. Zeigen Sie Anteil am jetzt „anderen“ Leben des Erkrankten UND SPRECHEN SIE mit ihm OFFEN über sich, Ihre Emotionen, Ihre Grenzen und ihre Ängste.

Wir haben inzwischen viele Erfahrungen zu diesem Thema gesammelt und viele Gespräche zu diesem Thema gehabt.

Die folgenden, konkreten Erwartungen - an das soziale Umfeld, sind häufig von betroffenen Frauen in unseren Selbsthilfegruppen und über die Hotline geäußert worden:

Ja, es ist schwer, das Passende zu sagen.


Niemand kann sich wirklich hineinversetzen in die Angst, die dem Betroffenen vom ersten Befund an, nun das ganze Leben lang begleitet.

Sie können fragen: „Wie fühlt es sich an? Magst du drüber reden und mir davon erzählen?"

Aber vielleicht wollen Sie ja auch nicht dauernd über die Krankheit sprechen. Manchmal wollen Betroffene, aber auch Angehörige, einfach nur zusammensitzen und reden, so wie früher, vor der Krankheit.

Ob dies geht, findet man aber nur heraus, wenn man tatsächlich zusammensitzt und schaut, ob man zusammen, wie früher, lachen und reden kann. Wenn es früher geklappt hat, klappt es „danach“ oft auch noch, manchmal ist es etwas anders...verändert.


Das macht Menschen zurecht Angst.
Auch Ihnen!

Schaut man ganz ehrlich in sich hinein, so ist die besagte Angst, häufig die eigene Angst vor dem eigenen Tod oder dem Umgang mit dem Sterben, als Solches.

Das Thema Tod und Sterben ist leider ein sehr großes Tabuthema in unserer Gesellschaft! Deshalb ist es auch so schwer darüber zu reden oder seine eigenen Emotionen und Ängste dazu zu artikulieren.

Wir alle haben es selbst nie gelernt offen damit umzugehen, haben es auch eigentlich nie lernen dürfen. Tod und Sterben werden und wurden von frühst an ausgeklammert und beschwiegen.

Bestattungswagen fahren auch heute noch zum Hintereingang eines Krankenhauses, um dort Verstorbene abzuholen, Sterbene und schwerst erkrankte Menschen werden häufig isoliert oder isolieren sich selbst...

„DU bist krank, das macht MIR Angst.“ Oder anders gesagt: „An Dir erkenne ich, dass ich auch eines Tages schwer krank werden könnte und dass mir dann Schlimmes bevorsteht.“ ist wirklich schwer zu sagen und auch sehr schwer, sich selbst einzugestehen oder aussprechen.

Ein Rückzug von einem erkrankten Menschen, ist zwar verständlich, kann aber auch hochgradig verletzend und zusätzlich kränkend für den Erkrankten sein (wenn nicht angesprochen und beredet) und hilft beiden null und nichtig. Auch Ihnen selbst hilft ein Rückzug nicht und schon gar nicht der Freundschaft oder der Beziehung.

Denn, zieht man sich zurück, räumt keinen Platz für regelmäßigen Kontakt ein, lässt man die Freundin/Freund /Kollegen /Partnerin in diesen schweren Zeiten nicht nur emotional, sondern auch faktisch, allein.

Man tut dieses wahrscheinlich aus einem gewissen unterbewussten „Egoismus“ heraus, aus einem (erstmal natürlichen und richtigen) Selbstschutz - und/oder auch aus einer Überforderung heraus oder weil Whatsapp und auch die eigenen Termine, es einem so einfach machen.

Ist dem so, versuchen Sie dieses Verhalten unbedingt zu erkennen, für sich zu reflektieren und dann mit Ihrem Partner zu besprechen und dieses zu ändern. Der oder die Betroffene braucht das und Sie jetzt und es geht einmal wirklich nicht um Ihre eigenen Befindlichkeiten..

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Frauen wünschen sich:

  • Verständnis für ihre Ängste, Depressionen & Fatigue

  • Angehörige, die eigene Ängste und Überforderung zugeben und ihrerseits Hilfe annehmen, um besser mit der Kranken umgehen zu können

  • Angehörige und Freunde, die informiert über die Krankheit und die Therapiefolgen sind und deshalb nicht immer Erklärungen brauchen

  • Die Betroffenen wollen Im Alltag weder überbehütet noch überfordert werden
  • Begleitung zu Arztgesprächen, diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen
  • mehr persönliche Zuwendung , weniger gute Ratschläge, Alltag und "Mitgenommen" werden..

  • eventuelle Unterstützung im Haushalt und bei Besorgungen, in verschiedenen Abschnitten und Phasen der Erkrankung, verschieden intensiv
  • Zerstreuung, aber auch reflektierende Gespräche und gemeinsame Auseinandersetzung mit und über die neue Beziehungs-Situation und mit der eigenen Befindlichkeit
Es gibt aber auch Erwartungen, der betroffenen Frauen, an sich selbst: Und die sind, zusätzlich zu der Erkrankung, sehr anspruchsvoll, wie ich finde.

Frauen arbeiten daran. die

  • eigene Annahme der Krankheit und die Auseinandersetzung mit dieser zu schaffen

  • dass sie selbst die Informationen über ihre Diagnose und Therapie aushalten
  • dass sie dennoch eine positive Lebenseinstellung zu dem, „was ist“, „was wird“ entwickeln
  • dass sie der Krankheit nicht erlauben, die Lebensqualität zu zerstören
  • dass sie fähig sind, äußerer Hilfs- und innerer Energiequellen zu nutzen
  • dass sie weiterhin Eigeninitiative, Selbstverantwortung, Durchhaltevermögen zeigen
  • dass sie ein selbstbestimmtes Verhalten gegenüber Ärzten, Therapeuten, Familie, Umwelt zeigen können
  • dass sie Mut haben und die Annahme von psychologischer Beratung, Reha etc. erfolgen kann
  • dass sie einen Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen - in einer SHG standhalten können
  • dass sie Themen wie Home Care, Hospiz und Tod nicht ausweichen
  • dass eine Entdämonisierung der Krankheit „Krebs“ im eigenen Denken stattfindet und vor allem, dass
  • Freunde und Bekannte/Verwandte nicht zu viel von ihnen erwarten und dadurch zusätzlich belastet werden!

Sie sehen, das Thema ist hochkomplex und erfüllt von diversen Erwartungen aneinander, an sich selbst und an andere.... Dieses Thema ist voller unausgesprochenen Emotionen, Erwartungen und Verwicklungen...

Quelle: „Recover your smile“, des Themas: Vom Suchen und finden der Worte.

Hier der Link zum Original und weitere hilfreiche Tipps:

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